Am Übergang zwischen Dorf und Gewerbezone erhält Dällikon ein neues Stück Quartier. Ausgangspunkt des Entwurfs ist nicht die Bebauung, sondern die Landschaft: Der heute verborgene Chilenwiesenkanal wird an die Oberfläche geholt und bildet künftig das räumliche und atmosphärische Rückgrat der Siedlung. Entlang seines leicht mäandrierenden Verlaufs entsteht eine grosszügige Parklandschaft.
Statt das Grundstück möglichst dicht zu bebauen, genügen drei sorgfältig gesetzte Baukörper, um den neuen Landschaftsraum zu fassen. Die grosszügigen Zwischenräume schaffen Durchblicke, Aufenthaltsorte und vielfältige Wegebeziehungen. Eine Brücke verbindet die beiden Ufer, ein Fussweg begleitet den Bach durch die Siedlung und macht das Wasser zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags. Das autofreie Areal gewinnt dadurch eine Ruhe und Offenheit, die weit über die Grenzen des Quartiers hinauswirkt. Abgetreppte Baukörper, grosszügige vorgestellte Holzbalkone und fein gegliederte Fassaden verleihen den Gebäuden eine offene Erscheinung. Licht und Schatten beleben die Fassaden, während sich die Balkonschichten mit der umgebenden Vegetation verweben und den Wohnraum selbstverständlich ins Freie erweitern. Die Wohnungen orientieren sich konsequent zum Park und zum Bach – mal als klar gegliederte Grundrisse, mal als fliessende Raumfolgen, die von einer Gebäudeseite zur anderen reichen.
Der renaturierte Bach wird dabei weit mehr als ein ökologisches Element: Er verbindet Landschaft und Siedlung, schafft Lebensräume für Flora und Fauna und verleiht dem Quartier seine unverwechselbare Identität.