Die Volumetrie reagiert auf die unterschiedlichen Höhenvorgaben des Gestaltungsplans und fügt sich aus zwei versetzt angeordneten Gebäudeteilen zusammen. Zur Strassenkreuzung tritt das Haus mit einer klar gegliederten Bandfassade in Erscheinung. Die zurückversetzten Obergeschosse und das Attikageschoss staffeln den Baukörper und vermitteln zwischen den benachbarten Gebäuden. Eine stützenlose Arkade begleitet die Erdgeschosszone und verbindet die beiden Strassenseiten zu einem durchgehenden architektonischen Zusammenhang.
Hinter der Fassade entstehen 18 Wohnungen mit loftartigem Charakter. Grosszügige Raumhöhen und durchdachte Grundrisse schaffen trotz der kompakten Eckparzelle ein offenes Wohngefühl. Die zentral angeordneten Nebenräume halten die Fassaden für Tageslicht frei; Loggien und Balkone orientieren sich auf die ruhigere Südwestseite. Im zurückversetzten Gebäudeteil nimmt eine Lochfassade die ruhigere architektonische Sprache auf und setzt einen bewussten Kontrast zur bewegten Bandfassade.
Die Materialisierung verbindet die beiden Gebäudeteile zu einem Ganzen. Warme Grün- und Goldtöne, eloxierte Fensterrahmen und hinterlüftete Fassaden verleihen dem Haus eine eigenständige, zugleich zurückhaltende Präsenz. Der Sichtbetonsockel und die grosszügigen Verglasungen betonen die gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss. So wird aus der bislang offenen Ecke ein präzise formulierter Stadtbaustein, der die räumliche Kontinuität des Strassenraums stärkt und dem Zentrum von Horgen ein neues Gesicht gibt.